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Coinbase denkt mal wieder über das Listing von Assets nach – für Coinbase Custody. Diesmal ist sogar XRP dabei. Auf die Kurse hatten die Verlautbarungen keinen wesentlichen Einfluss. 

„Coinbase listet…“ ist das Superlativ zu „Exchange xyz listet…“. Entsprechend sehen viele in derartigen Äußerungen aus dem Hause Coinbase das Evangelium des Bagholders. Verständlich ist es: Für Ethereum Classic kam es in diesem Zusammenhang zu einem Kurssprung um 20 Prozent. Erst vor kurzer Zeit reichten Überlegungen über ein Listing von Stellar, Cardano, 0x oder BAT aus, um zu einer kurzen Kursrallye zu führen.

Wie ein zynischer Running Gag hatten diese Äußerungen und Listings eines gemein: Ripple beziehungsweise XRP wurden nicht genannt – sehr zum Mißfallen der Community um Ripple. Um darzulegen, warum manche Assets gelistet wurden und andere nicht hat Coinbase ihr sogenanntes Digital Asset Framework vorgestellt. Dieses Framework legt dar, welche Eigenschaften eine Kryptowährung haben muss, um für ein Listing in Betracht gezogen zu werden.

Entsprechend überraschend war vor wenigen Tagen, dass Coinbase nun 37 Assets genauer anschaut – darunter nun endlich auch XRP. Gemeinsam mit den schon länger unterstützten ERC20-Token hat man den Eindruck, dass sich Coinbase eine große Sammlung an unterstützen Assets aufbauen möchte. Ob jedoch Projekte wie Tezos oder Telegram dem Digital Asset Framework entsprechen kann man bezweifeln. Beim genaueren Lesen fällt jedoch auf: Es handelt sich um mögliche Assets für Coinbase Custody. Ein Listing für GDAX oder andere Coinbase-Produkte ist nicht vorgesehen.

Coinbase Custody: Nicht mit anderen Produkten vergleichbar

Coinbase Custody ist ein Service, der die Verwahrung großer Summen im Krypto-Bereich anbietet. BTC-ECHO hat zuvor über diesen Service berichtet. Das ist insbesondere für institutionelle Investoren interessant, für die die Sicherheit ihrer digitalen Wertanlagen an erster Stelle steht. Dieses Thema ist für größere Investoren so interessant, dass es auch vor einigen Monaten ein Thema bei einem Seminar über Krypto-Funds der Frankfurt School of Finance war. Dies läuft in Partnerschaft mit ETC, diesmal nicht Ethereum Classic, sondern einem bei der SEC registrierten Broker und Mitglied von FINRA, was zusätzlich attraktiv für institutionelle Investoren sein könnte.

Wichtig ist zu betonen, dass über ein Listing der 37 Assets bei anderen Services von Coinbase aktuell nicht nachgedacht wird. Weiterhin muss ein Asset für ein wirkliches Listing dem Digital Asset Framework entsprechen. Für XRP heißt es also weiterhin abwarten. Auch man wenn die namentliche Loslösung von Ripple sicherlich als ein dem Digital Asset Framework gerecht werdendem Schritt interpretieren kann wird die Token-Konzentration im Escrow von Ripple – immerhin aktuell noch über 52 Milliarden XRP –  noch ein Argument gegen ein Listing sein. Da aber Ripple eine Entkopplung von XRP angetreten hat kann man gespannt sein, wo hier die Reise hingeht.

Dieser Artikel erschien zuerst auf BTC-ECHO.

Bildquellen: https://pixabay.com